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Unbekanntes Spanien – eine Reise durch die Extremadura

Spanien
von TUI Deutschland GmbH
erstellt am
19.07.2017

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Unbekanntes Spanien – eine Reise durch die Extremadura

Stationen der Rundreise:
  • Cáceres
  • Trujillo
  • Plasencia
  • Mérida
  • Hervás
  • Montánchez

...von schwarzen Schweinen, Wasserfällen, Römern und Mauren…

Als ich erfuhr, dass ich eine Reise in die Extremadura unternehmen darf, hatte ich keine Vorstellung was mich hier erwarten würde und so wurde es eine Rundreise der Entdeckungen. So machte ich mich also auf, ganz nach einem Sprichwort von Antonio Machado: “Caminante, no hay camino, se hace camino al andar“ (Reisender, es gibt keine Wege, denn Wege entstehen im Gehen).

Und so war es auch… Jeder Tag bot neue Überraschungen und wunderbare Erlebnisse –

ob es nun Kirschen ernten im Jerte Tal oder baden im Naturbecken eines Wasserfalles war oder die wunderschönen alten Städte des UNESCO Weltkulturerbe...

Das unbekannte und unberührte Hinterland Spaniens, bietet einzigartige Eindrücke. Viele Konquistadoren kamen von hier und errichteten mit dem Gold Amerikas bedeutende historische Bauten aus der Römerzeit bis ins Mittelalter. Die Landschaft, mit der unberührten Natur und der ‚Dehesa‘, dem typischen beweideten Steineichenhain, ist einzigartig in Europa. Die mehr als 60 Naturschutzgebiete sprechen für sich. Dieser wunderbare Landabschnitt, an der Grenze zu Portugal, vereinbart das Beste beider Länder.

Die Extremadura ist eine Landschaft, wo die Störche auf Kirchtürmen ihre Nester bauen und von Ihren Brutplätzen aus den besten Blick auf die Plaza´s genießen, aber auch Geier und Adler zuhause sind. Wer besonders viele Störche beim Nisten beobachten möchte, sollte sich auf den Weg zum ‚Museo Vostell‘ in der Nähe von Malpartida de Cáceres machen. Denn hier siedeln gut sichtbar besonders viele Störche in einer Landschaft die von riesigen Granitblöcken übersät scheint. Sogar auf einem Kunstwerk das aus alten Raketenflügeln und zwei Cadillacs besteht, haben die Weißstörche Ihre Nistplätze eingerichtet. Und wenn man schon mal hier ist, sollte man an diesem Museum, das sich in einer alten Wollwäscherei befindet nicht vorüberziehen, sondern die extravaganten Kunstwerke des Experimentalkünstlers Wolf Vostell besichtigen.

Ganz nach dem Motto “El amor entra por la cocina” habe ich die Liebe zu diesem fantastischen Reiseziel durch die köstliche Küche erfahren dürfen. Die Tapas Kultur wird in der Extremadura ganz groß geschrieben, denn dadurch kann man das Leben „häppchenweise“ genießen. Die Einflüsse von Römern, Arabern und Juden sind in der traditionellen spanischen Küche vermischt und werden von portugiesischen Einflüssen garniert. Ein absolutes Highlight ist der iberische Schinken und die Kunst diesen zu schneiden - für das Auge und den Gaumen eine wahre Freude…

Die endlos erscheinenden Weiten und die typischen Landschaftsformen der ‚Dehesa‘ bieten optimalen Auslauf für das iberische Schwein, das durch seine gut trainierten Muskeln und die Freilandhaltung auf den endlosen Weiden den vorzüglichen Schinken ‚Jamon Iberico de Bellota‘ ergeben. Ich durfte eine Schinken Manufaktur in Montánchez und die besonderen schwarzen Schweine, die sich von Steineichen ernähren, besuchen. Montánchez bezeichnet sich selbst als Balkon der Extremadura und das Panorama von diesem weißen Städtchen aus ist wirklich eine Schau.

Auf meiner Reise besuchte ich auch das bezaubernde Provinzstädtchen Trujillo.

Während oberhalb eine arabische Festung thront, reihen sich um die Plaza Mayor die Renaissancepaläste rund um das Reiterdenkmal von Francisco de Pizarro, dem Eroberer von Peru, der hier geboren wurde. In der Stadt der Konquistadoren scheint die Zeit still zu stehen.

Nachdem ich die Weinkellerei ‚Habla‘ in der Nähe von Trujillo besucht habe und eine Weinprobe mit erlesenen Weinen machen durfte ging es weiter nach Mérida, welche die ehemals römische Hauptstadt der Extremadura ist. An jeder Ecke in der kleinen Stadt kann man noch heute die römischen Zeiten spüren und es tauchen überall neue Monumente dieser Zeit auf: Tempel, Aquädukte und römische Theater, die noch heute für Theateraufführungen genutzt werden. Die Puente Romano, die sich mit ihren 60 Rundbögen über den Rio Guadiana erstreckt, gilt als die längste aus der Antike erhaltene Brücke der Welt.

Einer meiner absoluten Favoriten ist die mittelalterliche Ritterstadt Cáceres, die von einer arabischen Wehrmauer und Festungstürmen geschützt wird und dadurch seit einem halben Jahrtausend fast unberührt scheint. Die vielen kleinen Plätze und Fassaden der Adelspaläste, die sich die in Amerika reichgewordenen Adeligen in der Renaissancezeit erbauten, laden zum Träumen ein. Nachts lässt Scheinwerferlicht die mittelalterlichen Gebäude magisch aus der Dunkelheit treten. Kein Wunder also, dass diese UNESCO Welterbe Stadt schon des Öfteren als Filmkulisse herhielt.

Der nächste Tag führte mich in das ‚Valle de Jerte‘, das für seine Kirschen berühmt ist. Der Rió Jerte schlängelt sich hier gemächlich durch die üppig grüne Landschaft und wird bei Plasencia in einem See gestaut.

Plasencia - das Städtchen Rande des Jerte Tals lohnt einen Besuch, vor allem am Abend. Die Auswahl an Tapasbars an der kleinen Plaza Mayor ist sensationell. Obwohl die Stadt schon seit Römerzeiten als Handelsort bekannt ist, ist Plasencia trotzdem weit weniger bekannt als andere Städte der Extremadura, wie zum Beispiel Mérida oder Cáceres. Dabei gibt es in der kleinen Altstadt viel zu sehen, beispielsweise prächtige Adelspaläste, gleich zwei Kathedralen und eine der ältesten Weinkellereien Spaniens, in der seit dem 13. Jahrhundert Wein gekeltert wird.

Den Abschluss einer tollen und erlebnisreichen Reise durch die Extremadura bildete das kleine, pittoreske Städtchen Hervás mit seinem jüdischen Viertel und einem unglaublichen Blick zur Gebirgskulisse am Horizont. In den schmalen Gässchen schmiegen sich die kleinen Fachwerkhäuser aneinander. Mein kleines persönliches Highlight ist die römische Brücke, die zur Silberstraße Spaniens gehört und unter der sich ein Bach entlang schlängelt. Abgerundet wird dieses fast schon ein bisschen kitschig wirkende Bild von einer alten Trauerweide am Rand des Baches, die im Wind leise Ihre Blätter rauschen lässt…

Hasta Luego España!


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