zum Seitenanfang
transparent

Abenteuer Westkanada und Alaska individuell

Kanada
von TUI Deutschland GmbH
erstellt am
25.03.2015

sharePrint

Flagge F hre
transparent transparent


1012066 953686691312777 4975986527812102011 n
10339782 953750701306376 1805290815659490304 n
10347549 953678351313611 296546287297809574 n
10353650 953695521311894 5134393611224402793 n
10394004 953762267971886 8045105281996870293 n
10405318 953737547974358 1347382274065127614 n
10421414 953761191305327 2484129031986053738 n
mehr Bilder

Abenteuer Westkanada und Alaska individuell

Stationen der Rundreise:
  • Vancouver
  • Whistler
  • Yoho Nationalpark
  • Tofino
  • South Pender
  • Revelstoke
  • Prince Rupert
  • Port Hardy
  • Pacific Rim National Park
  • Glacier-Nationalpark
  • Dawson Creek
  • Inuvik
  • Banff
  • Calgary
  • Jasper
  • Beaver Creek
  • Burwash Landing
  • Carcross
  • Carmacks
  • Dawson City
  • Dempster Highway
  • Eagle Plains
  • Haines Junction
  • Kluane Lake
  • Little Atlin Lake
  • Watson Lake
  • Whitehorse

Reisebericht Kanada / Alaska Individuell 23.04. – 23.10.14

Von Fabian Vorpahl

Gerne verschaffe ich Ihnen/euch einen kleinen Eindruck von meinen traumhafen Abenteuern in Westkanada und Alaska! Denn diese Länder bzw Regionen sind nicht nicht einfach nur unglaublich groß (und das sind sie wirklich!), sondern vorallem unglaublich schön, wild und ungezähmt! Kaum wo auf der Erde findet man solch unberührte Naturschönheiten wie in diesen menschenleeren Regionen.

Alles begann am 23.04. mit der Ankunft in Vancouver/British Columbia ganz im Südwesten Canadas.

Nach den ersten 2-3 Tagen eingewöhnen und organisieren verschiedenster Ding (wir hielten uns schließlich insgesamt 6 Monate dort auf und arbeiteten auch, das geht also weit über einen „normale“ Urlaubs-Reise hinaus), hatte erstmal die Suche nach dem richtigen Gefährt für unseren geplanten XXL-Roadtrip Priorität. Doch schnell war klar, dass es eigentlich nur ein Typ von Fahrzeug werden kann, welchen unserem Trip gewachsen sein wird. Und zwar ein richtig robuster und widerstandsfähiger SUV/Geländewagen. Die sollten zu keinem Zeitpunkt bereuen, wie sich später herausstellen würde! Somit entschieden wir uns für einen amerikanischen Chevy Blazer. Dieser diente uns nicht nur als Fahrzeug sondern über weite Strecken auch als „zuhause“, da wir auch darin übernachteten.

Unser großes Abenteuer begann also eine Woche nach der Ankunft in Vancouver am 30. April 2014 mit der Fährüberfahrt nach Vancouver Island (Tsawassen – Swartz Bay). Dort angekommen war unser erster Anlaufpunkt die wunderschön britisch angehauchte Hauptstadt von British Columbia, Victoria!

Nach zwei Tagen Sightseeing ging es in unseren ersten kleinen Naturpark, den Gold Stream Provincial Park im Süden Van Islands. Subtropisch, feuchte Regenwälder gepaaart mit kleineren Bergketten kennzeichnen hier die idylische Landschaft. Nach einem ersten Hiking-Tag und zwei Übernachtungen auf dem toll in den Park integrierten, dazugehörigen Campground bekamen wir einen klitzekleinen Eindruck was uns auf dieser prägenden Reise noch erwarten sollte.

Bevor die große Reise weiterging, entschieden wir uns jedoch spontan für einen 1-monatigen Aufenthalt auf einer Bio-Farm auf der kleinen Insel Pender Island welche zwischen Van Island und Vancouver liegt. Die Intention war einfach erstmal richtig anzukommen und uns besser in den kanadischen Way of Life einzugliedern. Und dies war dafür die perfekte Möglichkeit! Außerdem hatten wir keinerlei Kosten in dieser Zeit da wir quasi „Vollpension“ hatten und mit versorgt wurden. Im Gegenzug halfen wir im Farmalltag mit (3-5 Arbeitsstunden täglich), was wirklich eine einemalige Erfahrung war und ich nur jedem empfehlen kann.

Nun machen wir einen kleinen Zeitsprung und sind bereits am 01.06.14 angelangt. Wir waren wieder gut erholt, finanziell im grünen Bereich und vor allem reiselustiger als eh und je! Daher gings mit der Fähre von Otter Bay/North Pender Island zurück nach VAN Island und wir starteten unseren ausführlichen Trip queer über die Insel von Süd nach Nord.

Die erste Station war das wunderbare Nanaimo in der Mitte der Insel. Hier verbrachten wir zwei Nächte auf dem schön gelegenen Living Forest Oceanside Campground und waren unter anderem in einem grandiosen Action – Park mit rießigem Hochseilgarten und Bungee Jumping Anlage unterwegs.

Dannach ging es weiter an die Ostküste zu einem meiner absolut favorisierten Plätzchen auf der ganzen Reise, nämlich die Region Tofino/Uclcuelet! Hier hatten wir unvergessene 5 Tage mit den coolsten Aktivitäten! Unter anderem natürlich und dafür ist die Region superbekannt, Wellenreiten an den phänomenal schönen, wilden Sandstränden Wickaninnish Beach und Long Beach! Ein traumhaftes Erlebnis, welches ich immer in Erinnerung behalten werde! Außerdem waren wir Hochseefischen , Hiken, in heißen Quellen baden und hatten unsere ersten Tierbegegnungen.

Ganz typisch und in dieser Region zahlreich vertreten sind die Schwarzbären, welche man so wie wir mit ein bisschen Glück direkt beim Beeren pflücken am Strassenrand finden kann. Außerdem hatten wir eine gigantische Begegnung mit den ebenfalls für Kanada sehr typischen Grauwalen!

Das 3. Tier welches wir hier sahen , ist nicht ganz so bekannt und vor allem überaus selten. Wir fühlen uns nach wie vor sehr priviliegert, dass wir tatsächlich einen Puma oder auch Berglöwe genannt in freier Wildbahn beobachten konnten! Er queerte bei nächtlicher Fahrt den Highway, sodass man ihn kaum übersehen konnte! Ein grandioses Gefühl so ein seltenes Tier zu sehen. Selbst die meisten Einheimischen können das nicht von sich sagen.

Weiter gings die gigantische Passtraße durch die menschenleere Inselmitte zurück von der Westküste an die Ostküste an den wunderschönen Horne Lake. Hier hatten wir nämlich vorab schon eine Caving-Tour reserviert. Eine Entscheidung, die wir nicht bereuen sollten!

Nach einer weiteren Nacht in unberührter Wildnis direkt an einem Wildbach mit tollem Lagerfeuer und perfektem Outdoor-Kanada Feeling gings weiter nördlich nach Campbell River! Der Ort wird auch als Welthauptstadt des Lachsfangs bezeichnet. Leider waren wir noch etwas zu früh dran, sodass die Lachse noch nicht stiegen. Nach einem weiteren atemberaubenden Hiking-Tag im größten Nationalpark der Insel, dem Strathcona Nationalpark, setzten wir unseren Weg fort zum nördlichsten Punkt der Insel, Port Hardy! Von hier sollte am nächsten Tag unsere Fähre nach Prince Rupert gehen. Auf dem Weg von Campbell River passiert man noch das winzige aber superidyllisch an einer Steilküste gelegene Telegraph Creek. Auf der kleinen wenig befahrenen Stichstraße begeneten uns sowohl bei Hin als auch Rückweg Schwarzbären.

Am 12.06.14 setzten wir also mit der BC Ferries wieder über aufs Festland weit weit in Richtung Norden ans obere Ende von British Columbia, nach Prince Rupert! Wir freuten uns seit Wochen auf diese vielgelobte Fährpassage. Sie gilt sogar als eine der weltweit schönsten! Und wir sollten nicht entäuschen werden! Es ist schwer die Eindrücke in Worte zu fassen! Der Kanadier würde es einfach „awesome“ beschreiben und das trifft absolut zu. Das Schiff schlängelt sich durch undedliche und völlig unberührte Fjorde und Inselgruppen. Man sieht steile Felswände, wunderschöne , schneebedeckte Berggipfel und schier nie endende Wälder. Dazu, wenn man Glück hat, Buckelwale und Robben im Wasser und Schwarzbären, Grizzlies und Elche an Land. Bei uns waren es Buckelwale!

Auch wenn des Wetter nicht perfekt war , ein unvergessliche Fahrt!! Die Fähre sollte man in jedem Falle immer vorbuchen, da die Schiffe relativ klein sind und die Passage im Sommer sehr sehr beliebt ist. Die Überfahrt dauert insgesamt 15-16 Stunden. Wir gönnten uns nach all den Nächten im Auto auch eine Kabine und ein Abendmenü was wir nicht bereuten!

Dannach folgte eine weitere Nacht im fast schon mystisch angehauchten Prince Rupert. Übrigens als kleiner Tipp, da wir diese Möglichkeit auch nutzten: Auf einem Walmart Parkplatz darf man als Camper auch übernacht parken ohne das jemand was sagt! Wenn man also in Eile ist und keine Lust mehr auf große Quartiersuche hat oder spät dran ist, ist das eine ganze passable , kostenfrei Alternative.

Nach einem halben Tag Sightseeing im regenreichen Prince Rupert (regenreichster Ort Canadas!) ging es weiter Richtung Nord auf dem Yellowhead Highway! Den wir hatten zu diesem Zeitpunkt bereits nur ein großes Ziel und das war den nödlichsten Punkt des Kontinents zu erreichen und uns ins sagenumwogende Alaska vorwagen! Allerdins stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz fest ob sich dieser Traum wirklich so einfach verwirklichen ließ! Schließlich hatten wir ein 12 Jahre altes Auto mit fast 250 000 km auf dem Tacho! Und die Straßen im oberen Norden sind zwar extrem reizvoll, doch natürlich auch sehr anspruchsvoll und nicht ungefährlich! Aber dazu später mehr!

Wir fuhren den Yellowhead Highway rauf bis kurz nach Terrace durch gigantische Flusstäler und tief ins Innland reichende Fjordlandschaften, entlang am beeindruckenden Skeena River.

Wir übernachteten im wunderbar gelegenen Lakelse Lake Provinial Campground und brachen relativ früh zu unserem ersten großen Fahrtag auf! Unser Ziel war an diesem Tag es bis an den untersten Südzipfel von Alaska (Hyder) zu schaffen! Und dieser Tag wurde zu einem der besten und unvergeslichsten überhaupt! Nach noch relativ unspäktakulären ersten 150km galt es erstmal Abschied von unserer lieb gewonnenen Roadtripgefährtin Simone zu nehmen! Wir waren seit Nanaimo durchgehend zusammen „on the road“!

Aber dann! Es ging auf unseren ersten richtig abenteuerlichen Highway, den Stewart-Cassiar Highway ! Einer von zwei Nordrouten! Der andere ist der Alaska Highway ein gutes Stück weiter östlicher. Das sind die einzigen beiden durchgängig befahrbaren Straßen die einen in die Einsamkeit des Nordcanadas und Alaskas führen! Der Cassiar Highway führ knappe 500km vom Norden BCs bis rauf in den Yukon durch eine atemberaubende und menschleere Wildnis!

Unser Weg führte uns bis Meziadin Junction, von wo ab der Glacier Highway nach Stewart/Hyder abzweigt! Ich kann nur jedem ans Herz legen diese 120km Hin und zurück in Kauf zu nehmen, denn was wir dort sahen, entschädigte für alles!! Stewart ist der kleine Ort auf der kanadischen Seite, das kleine aber überaus charmante Hyder liegt auf der alaskanischen/amerikanischen Seite! Wir fuhren also bis Hyder und von da ab rauf in Richtung Salmon Glacier. Auf dem Weg zum Gletscher, welchen man tatsächlich mit dem Auto erreichen kann, hielten wiram Bear View Aussichtspunkt an. Und wir sollten an diesem Tag tatsächlich das Glück haben unseren ersten Grizzly in freier Wildbahn und aus nächster Nähe zu sehen! Die Stelle gilt aufgrund der aufsteigenden Lachse in den Monaten August-Oktober als wahrer Bärenmagnet! Eigentlich aber auch nur dann und doch hatten wir das Glück genau in diesen Minuten einen ausgewachsenen Grizzly zu sehen! Doch das wahr noch nicht genug ! Völlig begeistert stiegen wir wieder in unseren Geländebrummer und fuhren keine 50m als uns der gleiche Grizzly an der nächsten Parkeinbuchtung wieder begenete! Und was dannach folgen sollte, war einfach nur noch die Krönung! Wir fuhren diese wilde und total ramponierte Schotter/Dreckspiste fast 40km den Berg rauf bis wir einen rießigen blau-weißen Schimmer am linken Horizont auftauchen sahen! Der Salmon Glacier! Ganz oben angekommen ist der Anblick einfach nur atemberaubend!! Man steht in luftiger Höhe oberhalb des Gletschers und hat eine unfassbare Weitsicht. Definitv eines meiner absoluten Highlights des ganzen Trips!

Zurück auf der Buckepiste und vorbei an einigen Schwarzbären ging es wieder nach Hyder wo wir auf dem (einzigen) örtlichen Campground unser Fahrzeug abstellten. Diese gigantischen Eindrücke mussten erstmal verarbeitet werden! Und wo geht das am Besten? Richtig! Im einzigen Dorfpub bei frischgezapftem alaskanischen Bier und köstlichen Fish and Chips! Zu erwähnen ist noch das die Bären hier sogar mitten durch den (wie eine Geisterstadt) wirkenden Ort spazieren. Hier hat man also fast eine Garantie Bären zu sehen! Hyder wird übrigens auch als „Friendliest Gosttown of Alaska“ bezeichnet. J

Am darauffolgenden Tag ging es wieder zurück auf den Stewart – Cassiar Highway und weiter ab Richtung Norden, Richtung Yukon Territory! Die Straße schlängelt sich durch ungaublich wilde Landschaftsformen und hat insgesamt nur eine Handvoll Service Stationen mit Tankstelle, Motel, Supermarkt und Restaurant! Einen richtigen Ort gibt es hier garnicht. Wir schlugen unser Nachtlager diesmal am ebenso idylisch und himmelblau schimmernden Boya Lake Provincial Campground auf, nachdem wir unsere (Grill)-Vorräte an einer der Service – Stationen aufgefüllt hatten! Dies sollte unsere letzte Nacht in British Columbia sein, bevor es am nächsten Tag ab in den Yukon ging! Zur Straße ist noch zu sagen, das sie insgesamt in einem passablen Zustand ist und auch mit nicht Offroadtauglichen Fahrzeugen gemeistert werden kann! Mal besser mal schlechter, mal ein paar Schlaglöcher, mal sehr schmale Passagen und auch kurze aber gepflegte Schotterabschnitte kennzeichnen den Highway. Alles in allem aber gut machbar und absolut aufregend zum Fahren!

Kurz nach der Provinzgrenze ins Yukon Territory, erreicht man auch schon die Kreuzung mit dem bekannten und berühmten Alaska Highway, welcher von Dawson Creek im Osten British Colombias bis kurz vor Fairbanks in Alaska führt.

Von dort aus sind es dann noch ca. 450km über den doch wesentlich breiteren und durchgängig geteerten Alaska Highway bis man dann Whitehorse, die Provinzhauptstadt des Yukon erreicht.

Das erste große Ziel in den Yukon zu fahren, war für uns erstmal erreicht! Doch wir hatten uns längst noch höhere Ziele gesetzt und wollten noch wesentlich weiter in den Norden vordringen. Allerdings mussten wir nun erstmal eine größere Zwangspause einlegen da unsere Reiskasse komplett geleert war. Wir suchten uns also verschiedenste Jobs und konnten unsere Reisekasse in den darauffolgenden 2 Monaten relativ gut wieder auffüllen.

Somit machen wir nun einen großen Sprung und befinden uns bereits Mitte August! Nachdem wir unsere Vorräte wieder aufgefüllt hatten und unsere Camping/Survival Ausstatung nochmal aufgestockt hatten, waren wir bereit für unsere größtes Abenteuer ins wilde und legendäre ALASKA!

Auf den alaskanischen Nummernschildern steht „The Last Frontier“, also im übertragenenen Sinne sowas wie „die letzte große Herrausforderung“! Und das war es für uns auch wirklich!

Wir starteten also von Whitehorse den Alaska Highway Richtung Norden! Der erste Stopp war bereits nach wenigen Kilometern erreicht. Die Huskyfarm „Muktuk Adventures“ wollten wir uns nicht entgehen lassen, da wir doch beide absolute Hundenarren sind! J Und das war’s auch absolut wert. Man bekommt eine tolle geführte Tour durch die Farm , darf so lange und so viele Hunde streicheln wie man will und bekommt am Ende sogar noch einen hochinteressanten Vortrag über die Geheimnisse und Mythen von Hundeschlittenrennen! Ein absolut lohnenswerter Stopp!

Weiter ging es den Alaska Highway nach Norden bis man Haines Junction erreicht! Hier trifft man auch endlich auf den rießigen und unglaublich impossanten Kluane Nationalpark! Der mächtige Naturpark beinhaltet unter anderem über 100 namenlose Gleterscher und die größten nichtpolaren Eisfelder der Welt!! Allerdings sind diese leider nur mit dem Flugzeug oder tagelangem Fußmarsch inklusive Backcountry Camping zu erreichen. Trotzdem sollte man hier einen Hiking-Tag einlegen und den Park zu Fuß erkunden! Die einzigartige Landschaft und unglaubliche Fernsicht lohnt sich in jedem Fall! Nach einem kompletten Wandertag und Übernachtung am superidyllisch gelegenen Pine-Lake Campground ging es am nächsten morgen weiter Richtung Norden, Richtung Alaska!

Dieser folgende Straßenabschnitt von Haines Junction bis zur Grenze Alaskas zählt zu dem Wildesten und Atemberaubendsten was der Norden zu bieten hat! Anfangs fährt wunderbar an den hohen Gebirgen des Kluane Parks entlang. Immerwieder rießige Seenlandschaften gepaart mit weiten Wäldern und felsigen Ebenen. Ein absolutes Fahrerlebnis! Allerdings sind auch die Straßenverhältnisse hier verhältnismäßig bescheiden. Immer wieder kreuzen tiefe Schlaglöcher die Fahrbahn, sodass man sehr aufmerksam fahren muss. Auf dieser ganzen Strecke von knapp über 300km passiert man nur eine 100-Seelen Dörfchen mit Tankstelle und Motel. Unter anderem Burwash Landing wo man die größte Goldwäscher-Pfanne der Welt bewundern kann.

Schließlich erreicht man endlich die Grenze von Kanada in die Vereinigten Staaten bzw Yukon Territory – Alaska! Das erste, das einem direkt ins Auge sticht ist die schnurgerade wie mit dem Lineal durch die Landschaft gezeogene Grenzlinie! Diese erstreckt sich über 1000kmquer durch die Pampa! Ziemlich weird (komisch, seltsam) wie die Kanadier sagen würden. J

Wir legten unseren ersten Stopp nach der Grenze im menschenleeren aber superschönen Tetlin Wildlife Refugee ein. Ein wildes Naturschutzgebiet mit endlosen Seenlandschaften und Flüssen. Hier gibt es den kostenlosen Deadman Lake Campground welcher sich als Übernachtungsmöglichkeit super anbietet. Tolle Lage direkt am See! U.a. auch super Angelmöglichkeiten! Ich fing am nächsten morgen einen schönen Hecht direkt am Steg welchen wir am nächsten Tag als Abendessen verzerrten.

Weiter ging es über Tok, wo wir dann den Alaska Highway erstmal verließen und Kurs auf das traumhafte und fast schon mystisch angehauchte Valdez im Süden Alaskas machen! Was folgte ist eine unvergessliche Fahrt durch wilde Gletschergebirge. Leider war uns das Wetter nicht wohl gesonnen sodass es mit unserer Ankunft in Valdez durchgängig regenete! Dies tat unserer Stimmung allerdings keinen Abbruch, denn was folgen sollte, war ein weiterer unvergesslicher Tag auf dieser Reise! Der Tag der Lachse!! Valdez liegt an der Küste des Prince William Sound eingerahmt von rießigen Gebirgen, tiefen Gletschertälern, wilden Gletscherflüssen und weiten Waldlandschaften! Einfach nur traumhaft! Mit den an diesen Tagen vorhandenen Nebelschwaden hatte es fast etwas von einer Märchenlandschaft. Außerdem ist Valdez der einzige eisfreie Hafen in Alaska. Aber in diesen Tagen Mitte-Ende August dreht sich in diesem beschaulich, charmanten Fischerstädtchen alles um den Fisch bzw genauer gesagt um den Lachs. Den der steigt zu dieser Zeit in Millionen die Flüsse auf. Und so probierten natürlich auch wir unser Glück und konnten unsere ersten selbstgefangenen Buckellachse verzeichnen! Ein grandioses Erlebnis! Selbst im Radio hört man Meldungen von den größten Fischen des Tages.

Valdez muss man also wirklich gesehen haben wenn man in Alaska ist, ein absolutes Highlight! Ein Übernachtungstipp wäre der Blueberry Lake Recreation Site Campground. hoch im Gebirge mit tollem Weitblick und kleinem Bergsee kurz hinter der höchsten Stelle der Passstraße nach Valdez! Viel schöner kann man nicht übernachten!

Als nächstes stand die Fahr von Valdez nach Anchorage an, der größten Stadt in Alaska! Hier kann man entweder die Fähre von Valdez nach Whittier nehmen, was sehr zeitsparend ist und außerdem sehr sehenswert! Oder man nimmt so wie wir den Landweg über den Richardson und Glennhighway. Eine schöne Fahrt mit viel Natursehenswürdigkeiten, allerdings würde ich trotzdem beim nächsten Mal die Fähre nehmen denn wirklich atemberaubend sind diese Highways nicht, zumindest nicht im Vergleich zu so manch anderen Strecken. Vor allem kommt dazu das ein Großteil insbesondere der letzte Abschnitt eine 4-spurige Autobahn mit viel Verkehr ist.

Anchorage selber, mit fast 300 000 Einwohnern das Ballungszentrum Alaskas, ist relativ unspektakulär! Eine typische amerikanische Großstadt mit Schabrettmuster-Straßensystem eben. Wir hielten uns daher auch nur einige Stunden in Anchorage auf und zogen relativ schnell weiter! Leider mussten wir zu diesem Zeitpunkt eine Enscheidung treffen ob wir die sehr reizvolle aber auch zeitintensive Kenai Halbinsel mit dem wunderschönen Kenai – Fjords Nationalpark noch mitnehmen können oder nicht. Wir entschieden uns relativ schnell lieber weiter Richtung Norden zu fahren da wir andere Prioritäten hatten!

Das nächste große Etappenziel auf dem Weg nach Fairbanks war der sehr bekannte Denali Nationalpark! Der größte amerikanische Nationalpark mit dem höchsten Berg der USA, dem Mount MC Kinley mit 6194m!

Die Straße von Anchorage nach Denali ist relativ unspäktakulär und kann gut an einem halben Tag zurückgelegt werden! Erst kurz bevor man den Parkeingang erreicht und die Straße sich öffnet, wird es wieder sehenswerter! Es lohnt ein Stopp im supercharmanten Talkeetna!

Der Denali Park war eine tolle Erfahrung und ein Must – See für jeden Alaska Reisenden!! Man hat dort fast eine Garantie große Wildtiere wie Caribou-Hirsche, Elche und v.a. Grizzly Bären in freier Wildbahn zu sehen! Der Park darf bis auf wenige Ausnahmen nur mit öffentlichen Bussen befahren werden, daher haben die Tiere dort jegliche Scheu verloren ! Es gibt verschieden lange Touren welche in der Hauptsaison (Juli, August) auch vorreserviert werden sollten, da Sie sehr beliebt sind!! Außerdem gibt es verschiedenste Campgrounds, Lodges und alle Art von Unterkünften! Auch hier gilt: Vorbuchen garantiert die gewünschte Verfügbarkeit. Wir hatten leider nur einen vollen Tag Zeit, nutzten diesen aber voll aus. Wir sahen etlich Grizzlies, Caribou Hirsche sowie einen Schneefuchs! Außerdem begaben wir uns auf eine kleine Wildniswanderung durch die unberührte Tundra!! Ein gigantisches Erlebnis! Wer den absoluten Kick sucht kann hier auch mit Genehmigung mit eigenem Zelt losziehen und in der Tundra übernachten. Leider fehlte uns auch hier die Zeit!

Weiter ging die wilde Fahrt nach dem Erlebnis Denali Nationalpark über den George Parks Highway nach Fairbanks. Der letzte größere Ort bevor wir uns ganz unserem größten Abenteuer widmenten , dem höchst abenteuerlichen und nicht ungefährlichen Dalton Highway, der nördlichsten Straße des Kontinents!! Nochmal alle Vorräte aufgefrischt und unser Auto auf eventuelle Schwachpunkte für dies raue Schotterstraße untersucht und dann konnte es auch schon losgehen. Die ersten 150km ab Fairbanks sind noch asphaltiert (Elliot Higway). Aber dann! Ab auf die nördlichste Straße , welche eigentlich nur für die parallel verlaufende Öl-Pipeline existiert! Daher ist das auch keine ausgewiesene Touristenstraße sonder eine Truckerstraße!! Große schwerbeladene Trucks fahren hier rauf bis an die Ölbohrfelder der Prudhoe Bay. Und daher haben die auch Vorfahrt! Egal aus welcher Richtung kommend. Man muss sehr vorsichtig und langsam fahren und die Trucks immer schön überholen lassen! Außerdem sollte man ein Offroad-taugliches Fahrzeug (am Besten Pick Up oder SUV mit 4-Wheel Drive) haben! Wer das hat und gut vorbereitet ist, wird aber in jedem Fall seinen Spaß haben!! Die Straße ist wild und hat Ihre Tücken mit vielen großen Schlaglöchern, Spurillen und verschiedensten Belägen von anständig geteert über Schotter bis hin zur absolten Dirtroad! Aber es macht einfach Spaß mitten durch die Prärie zu brettern den Polarkreis zu überqueren und schließlich den nördlichsten Punkt zu erreichen, welchen man mit dem eigenen Auto erreichen kann!! Wohlgemerkt gibt es hier keinerlei Ort oder Ähnliches! Lediglich 3 Servistationen mit Tankstelle und Motel stehen zur Verfügung! Man sollte also defintiv genügend Vorräte v.A. aber Benzin und Wasser, mit sich führen! Ein einmaliges Abenteuer welches ich niemals vergessen werde! Ganz oben am Ende des Dalton Highways, in Deadhorse hat man dann sogar noch die Möglichkeit mit einem Shuttle-Bus durch die Ölbohrgebiete zu fahren und das arktische Meer zu erreichen! Wir hatten damit unser großes Ziel erreicht und standen tatsächlich im Nordpolarmeer! Ein wahnsinnsgefühl! Wir hatten unser großes Ziel erreicht!

Und so ging es zurück, natürlich auf dem gleichen Wege 770km durch die unberührte Tundra und Taiga-Landschaft bis kurz vor Fairbanks. Vor dort aus fuhren wir seit langem mal wieder ein gutes Stück nach Süden, diesmal über den bekannten nördlichsten Teil des Alaska Highways! Kurz nach Fairbanks erreicht man das kleine Nest North Pole, wo der (fast real wirkende) Santa Claus mit seinen Rentieren wohnt! Natürlich nur ein großer amerikanischer Marketingag , aber durchaus sehenswert!

Kurz dannach erreicht man Delta Junction , welches das offizielle Ende des historischen Alaska Highway darstellt. Von hier ging es weiter Richtung Tok. Auf dieser nicht allzu spektakulären Strecke sahen wir aber immerhin unseren ersten Elche, welcher lange auf sich warten ließ! Angekommen in Tok hatten wir unsere große Alaska Rundreise fast abgeschlossen. Zu guter Letzt bevor es wieder rüber ging nach Kanada, verbrachten wir noch eine Nacht im kleinen verschlafenen aber überaus charmanten Goldgräberörtchen Chicken, welches Nahe der Grenze liegt. Vor dort aus ging es über die Kombination Taylor/Top oft he World Highway wieder rüber nach Kanada! Und dieser Highway verdient durchaus seinen Namen denn er belohnt mit spektakulären Weitsicht über die menschenleeren Landmassen!! Eine absolut geniale Fahrt über die Bergkäme an der Grenze USA/Kanda entlich, welche ich jedem nur ans Herz legen kann! Die Straße ist zwar teilweise auch ohne Belag nur mit Schotter, trotzdem aber gut auch für normale Autos und Campmobile machbar!

Schließlich steht man wieder vor dem beeindruckenden Yukon River kurz vor den Toren Dawson Citys! Hier überwindet man die Wassermassen noch auf die traditionellere Weise mit einer alten Flussfähre. Dawson City muss man definitiv auch gesehen haben! Die weltbekannte Goldgräberstadt hat sich Ihren Charme absolut bewahrt! Man kann hier professionelle Goldsuch – Touren buchen und das supercoole, alte Casino besuchen.

Nachdem wir dies taten widmeten wir uns allerdings wieder recht schnell dem nächsten abenteuerlichen Highway, dem Dempster Highway! Dies ist die nördlichste Straße Kanadas und die 2.nördlichste nach dem Dalton Highway in Alaska! Im Vergleich zum Dalton ist die Straße in einem wesentlich besseren Zustand und auch als Tourist wesentlich besser machbar, denn hier herrscht so gut wie garkein Truckverkehr. Man begegnet also Hauptsächlich anderen Campern und ein paar Einheimischen. Die Straße ist komplett ohne Belag, eine Mischung aus Schotter und Erde. Sie wird jedoch auch gut gepflegt, sodass einer entspannten Fahr nichts im Wege steht. Bis auf zwei kleinere Siedlungen hat man hier ähnlich wie beim Dalton Highway nur zwei Servicestationen mit Tankstelle und Motel! Hier kann man die ganze Einsamkeit des Nordens wirklich spüren!! Es kann einem passieren das man über eine Stunde keinem anderen Fahrzeug begegnet , dafür aber einigen großen Wildtieren. Wir hatten unter anderem die Begegnung mit einem großen Grizzly, mehreren Elchen sowie einem schwarzen Wolf, welcher sehr selten ist!! Einmalige Eindrücke welche man nie vergisst. Diese Panoramastraße zählt landschaftlich mit zu dem wildesten und schönsten was Kanada zu bieten hat! Man überquert hier natürlich auch wieder den Polarkreis und dringt sogar in die Provinz der Nordwest-Territorien ein. Endpunkt der Straße ist das nette Inuvik. Wir hatten also innerhalb von einer Woche den Polarkreis zweimal überquert, ich kann das manchmal immer noch nicht glauben!

Auch diese Straße muss man natürlich in voller Länge wieder zurück fahren, wenn man wieder in die Zivilisation vordringen will! Wenn man es denn will..Ein Tipp ist noch der superbeeindruckende Tombestone-Provincial Park mit seinen einmaligen Farberrlenisen und Landschaftsformen! Dieser ist relativ schnell erreicht. Knappe 100km von Dawson City, kann also auch als Tagesausflug gemacht werden!

Nachdem wir den Dalton und den Dempster Highway erfolgreich bewältigt hatten, stand unsere lange Fahrt zurück in den Süden

nach British Columbia an. Unsere Retour Route war natürlich eine komplett andere als der Hinweg, denn wir fuhren ab Dawson City den South Klondike Highway bis kurz vor Whitehorse und ab dort den kompletten Alaska Highway nach Süden bis Dawson Creek. Besonders erwähnen möchte ich auf dieser auch tollen Strecke noch folgende Punkte. Watson Lake an der Grenze vom Yukon nach BC mit seinem Wahrzeichen dem beeindruckenden Schilderwald, die rießige Bison-Herde welche man kurz hinter Watson Lake zum ersten Mal zu Gesicht bekommt, die tollen heißen Quellen bei Liard River und guten Straßenverhätnisse im Allgemeinen.

Wir verlängerten unseren Trip nachdem wir wieder in British Columbia waren und machen noch einen kleinen Abstecher die die Nationalparks der Rocky Mountains nach Alberta. Yoho, Banff und Jasper sind Klassiker , die wenn man die Zeit hat auf jeden Fall einen Besuch wert sind! Allerdings sind sie meiner Meinung nach lange nicht so spektakulär wie der Norden Kanadas und Alaska! Wer also wählen muss sollte lieber den Norden machen!!

Wir beendeten unseren rießigen Trip mit einem letzten Abstecher nach Calgary und fuhren dann über den Trans-Canada Highway über das u.a. sehenswerte Revelstoke und das weltbekannte Whistler zurück nach Vanouver wo wir unsere große Reise begannen!

17 000(!)km später gefühlter Zig Tausen grandioser Erfahrungen reicher, waren wir also wieder an unserem Ausgangspunkt angelangt!

Daher endet nun auch dieser Bericht hier an diesem Punkt. Ich hoffe ich konnte Ihnen bzw euch einen (klitze)kleinen Eindruck von unserem Mammut – Trip geben und würde mich freuen wenn ich Ihr/Euer Interessen an diesen einzigarten Regionen geweckt habe!! Gerne helfe ich bei Ihren Ideen und stehe ich bei jeglichen Reiseanfragen und Abenteuerplanungen jederzeit zur Verfügung!

Ihr/Euer Fabian Vorpahl


buero innen 1
Für Sie geschrieben von
TUI
transparent +49 (0) 81 22 / 22 28 10
TUI Deutschland GmbH
Am Schrannenplatz
85435 Erding


Finden Sie
Ihre TUI in

transparent
transparent
Google-Maps-Karte
222 x in Deutschland!
Unser Service - Ihr entspannter Urlaub:
Persönliche
Betreuung inklusive
Unsere 222 Reisebüros in
Deutschland beraten Sie
gerne und das zum gleichen
Preis wie Online!
Engagierte internationale
Reise-Community,
die Ihnen die besten
Urlaubstipps verrät und
mit denen Sie sich auch
aktiv über"s Reisen
austauschen können.
Vielfältige Auswahl
an Angeboten und
Zielen weltweit -
von Cluburlaub über
Kreuzfahrten bis
zur Individualreise.
Sicher buchen
und bezahlen
Eine verschlüsselte
Verbindung und verschiedene
Zahlungsmöglichkeiten -
so ist Buchen sicher.

TUI Deutschland GmbH - Eines unserer Reisebüros ist sicher auch in Ihrer Nähe.

TUI Deutschland betreibt fast 500 eigene Reisebüros und ist Franchisegeber für aktuell über 550 Reisebüros unter den Marken „TUI“, „TUI ReiseCenter“, „Hapag-Lloyd Reisebüro“ und „FIRST REISEBÜRO“. Unsere Geschäftsreiseeinheiten firmieren unter „FIRST Business Travel“. Damit ist der Eigenvertrieb der TUI die größte Reisebüro-Franchise-Organisation Deutschlands und Qualitätsführer in den Disziplinen Service und Kundenberatung.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in einem unserer Reisebüros.

TUI - Wir eröffnen neue Möglichkeiten!

Unser Serviceversprechen an Sie: Wir tun alles, damit Ihr
Urlaub unvergesslich und die Buchung so komfortabel wie
möglich ist.

Das persönliche Urlaubserlebnis steht dabei auch bei der
TUI vor Ort im Vordergrund. Wir beraten Sie kompetent
und machen Ihre Reisewünsche wahr.

Lassen Sie sich von der einzigartigen Atmosphäre bei uns inspirieren!